Geschichte

Die Geschichte von PalermoPalermo kann auf eine lange und wechselhafte Geschichte zurückblicken: Gegründet im 8. Jh. v. Chr. von den Phöniziern, geriet die Stadt später in den Besitz der Römer, Vandalen, Ostgoten, Byzantiner, Araber, Normannen, Hohenstaufen, Franzosen, Spanier usw. All diese Völker haben ihre Spuren hinterlassen, nicht nur in der Kunst und Architektur, sondern beispielsweise auch der Lebensart und Küche. Zeiten großen Glanzes und Reichtums wechselten sich mit Perioden von Armut und Dekadenz ab. Von der Größe der ehemaligen normannischen Königsstadt zeugen noch heute arabisch anmutende Prachtbauten aus dem 12. Jh. Dass Palermo in der zweiten Hälfte des 19. Jh.s – in der Zeit der sog. „Belle Epoque“ – eine der wichtigsten Kulturmetropolen Europas war, erahnt beim Besuch des großen Opernhauses „Teatro Massimo“ oder des „Politeama“-Theaters. Auch wenn Palermo heute zweifellos einen recht dekadenten Charme aufweist, so ist die Stadt dennoch eine äußerst bedeutende „citta d’arte“, also Kultur- und Kunststadt, mit einer Vielzahl erstklassiger Museen, faszinierender historischer „palazzi“, reich geschmückter Kirchen und Oratorien sowie zauberhafter Park- und Gartenanlagen.

Die Stadt bietet aber keineswegs nur Kunst und Geschichte, sondern auch viel quirliges Leben und ein buntes Straßenbild, zu dem in der Altstadt auch die vielen kleinen Geschäfte der Einwanderer aus verschiedensten Teilen der Welt beitragen. Ein Spaziergang durch einen der vier historischen Stadtmärkte „Capo“, „Ballarò“, „Vucciria“ oder „Borgo Vecchio“ bleibt als unvergesslicher Sinneseindruck im Gedächtnis.